v kreamino: Viele Gedanken zu einem Loop // RUMS #28/15

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Donnerstag, 9. Juli 2015

Viele Gedanken zu einem Loop // RUMS #28/15



Heute stelle ich euch meinen neuesten Loop vor. Ein Loop, werdet ihr vielleicht denken, ist auch nur ein Loop wie jeder andere Loop auch - nichts besonderes (mehr). Es ist nicht nur ein weiterer Loop unter den mindestens 10 Loops die ich besitze. Er ist mehr...
 
Zum Einen ist es der erste Loop, bei dem ich den Stoff ohne zu Waschen vernäht habe. Normalerweise wasche ich zuerst alles, bevor es unter die Nadel kommt.

Zum Anderen ist es der erste Loop, bei dem ich so einen schlimmen Knoten im Kopf hatte, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes mehrere Knoten fabriziert habe und ich somit mehrere Male getrennt habe (wie oben erwähnt ist es der mindestens 11. Loop den ich genäht habe - ich hab einfach nicht mehr mitgezählt irgendwann wieviele ich besitze oder genäht habe...).




Nähen macht normalerweise den Kopf frei bei mir, ich entspanne mich dabei, fühle mich besser und vergesse Sorgen, Nöte und Probleme des Alltages. Nähen vertreibt sie, wie Wind die Wolken am Himmel nach einem dicken fetten Regenschauer und dann die Sonne wieder scheinen lässt. Nicht umsonst gibt es auf Insta den beliebten Hashtag #nähenistdasneueyoga , unter dem ich auch viele meiner Nähbilder dort poste. Klar mache auch ich mal Fehler und der Nahttrenner ist mein liebster Freund, wenn ich aber bei einem Loop so oft trennen musse, frage ich mich doch ernsthaft was los ist.
Vielleicht war ja auch einfach der Kopf zu voll - voll mit Gedanken zu den verschiedensten Problemen, voll mit Ideen, voll mit was auch immer. Zeitdruck hatte ich nicht, denn den mache ich mir schon lange nicht mehr beim Nähen, es dauert halt so lange wie es dauert und meist ist es länger als geplant. Es gibt schließlich keine Abgabefristen und wenn es halt nicht fertig ist, dann ist es eben nicht fertig. Zumindest in dem Bereich meines Lebens kann ich das so umsetzen und leben.

Klar, stelle ich auch hohe Ansprüche an mich und meine Werke - der leichte Anflug von Perfektionismus  ist immer mit dabei - aber bei dem zum gefühlt hundertsten Mal genähten Verfahren des Loop-Erstellens kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen. Kompliziertere Projekte klappen meist auf Anhieb, aber vielleicht bin ich da auch konzentrierter als bei einem Loop, den man schon so oft genäht hat. Konzentration soll man ja nicht unterschätzen: Konzentration ist das A & O, oder wie sagt man so schön?? Manchmal fehlt sie, das ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dann ist sie einfach weg. Das gehörte geht zum einen Ohr rein, zum anderen Ohr raus. Ob es nun in das linke oder das rechte hineingeht, sei dabei dahingestellt, sie ist einfach nicht da. Das geschriebene Wort kann man dann sooft lesen, wie man mag, es bleibt nichts drin im Kopf. Die Gedanken schwirren dann dabei umher, wie die Möwen auf meinem Loop. Diese zum Stillstand zu kriegen hat bisher das Nähen geschafft. Doch gestern nicht...



Sollte man den gestrigen Tag bzw. diesen Moment des Loop-Nähens einfach als einen schlechten Tag bzw. Moment abstempeln? Als einen Tag/Moment in dem Nähen mal nicht die Lösung war? Oder das Nähprojekt zu wenig Konzentration abverlangt hat? War der Gedanke mal eben einen schönen Loop zum Reinkuscheln zu zaubern zu simpel? Brauch ich ein komplizierteres Projekt um abzuschalten, die Konzentration und die Gedanken auf ein Projekt zu bündeln?


Fürs Erste bleiben zwei Tatsachen:
Ich werde das beobachten (müssen).
Ich liebe diesen Stoff mit den Möwen von cherry picking, wie alle weiteren cherry-picking Designs auch (auch wenn bisher keine weiteren Projekte es auf den Blog geschafft haben).

Habt alle noch einen schönen RUMStag!
Liebste Grüße Dominique

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